Marie, 3, und Bruder Simon, 2, fühlen sich am Wasserspielplatz Wasserturm pudelwohl. © Christina Goebl/www.grafikdeli.at

Wasserspielplatz Wasserturm!

Hängebrücke, Seilfloß oder Teich zum Planschen: Der Wasserspielplatz Wasserturm ist eine Oase für alle sonnenverliebten Familien mit Kindern. Marie, 3, und Simon, 2, haben den Spielplatz für uns entdeckt.

Der Wasserspielplatz Wasserturm ist mit seinen 15.000 Quadratmetern der größte Europas. Hier können sich Kinder gut austoben und Eltern entspannen. Zudem ist er nicht nur ein gigantisches Areal zum Toben, sondern auch ein gutes Training für die motorischen Fähigkeiten von Kindern. Natürlich spielerisch.

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Eincremen nicht vergessen

Mutter schmiert Marie mit Sonnencreme ein
Am Spielplatz sind viele hilfsbereite Familien, die gerne ein wenig Sonnencreme abgeben.

Marie ist schon total aufgeregt. Kaum beim Eingang des Wasserspielplatzes Wasserturm angelangt, stürmt das kleine Mädchen los um das Areal zu erkunden. Simon, ihr jüngerer Bruder, sitzt noch im Buggy, aus dem er sich rauszuwinden versucht. Er möchte seiner Schwester hinterher. Doch seine Mutter versucht die Kinder zurückzutreiben. "Kinder!", ruft sie. "Eincremen!" Zu Recht, hat es doch fast 30 Grad Celsius und die Sonne brennt "unerbittlich" herab. Doch oje: Mami hat unglücklicherweise die Sonnencreme vergessen. Aber das ist auch kein Problem, sind hier doch viele hilfsbereite Familien versammelt, die gerne ein paar Tropfen ihres Sonnenschutzes abgeben.

Schatten unter begrünten Bögen

Zuerst dreht die kleine Familie eine Besichtigungsrunde auf dem Wasserspielplatz. Dann können Marie und Simon endlich wirklich losstarten. Vor Freude quietschend und nun auch in passender Bademode hüpfen beide sogleich in den gar nicht so kleinen Wassersee, um den herum wie in Italien am Strand feiner weißer Sand verteilt worden ist. Simon schnappt sich einen umherliegenden Eimer und beginnt damit zu pritscheln. Mami macht es sich derweil im Schatten unter begrünten Bögen gemütlich. Von hier aus, wie auch von den großzügig verteilten Bänken und Liegen, hat sie einen ganz guten Blick aufs Geschehen. Obwohl relativ viele Personen auf dem Wasserspielplatz sind, geht es angenehm ruhig zu.

Drei Seilfloße

Marie und Mami werken am Seilfloß
Marie und Mami werken am Seilfloß.

"Maaaaaami!", ruft Marie. Sie hat das Seilfloß entdeckt, ist jedoch nicht stark genug, sich alleine über den See zu ziehen. Da muss Mami zu Hilfe kommen. Macht sie aber gerne, weil das Floß, derer es gleich drei gibt, für Groß und Klein sehr lustig ist. Auch Simon hat seinen Spaß: Er kraxelt auf der blauen Rutsche, die sich von einem nachgebauten Kinderspielhaus in Form eines sechs Meter hohen Mini-Wasserturms aus Holz in den Sand herabschlängelt. An diesem montiert: eine überdimensionale Brause mit Wasserschleier zur Erfrischung. Doch die interessiert Simon weniger. Er tapst lieber mit kleinen Schrittchen zum Wasserfall mit Wasserlauf, der sich unter einer Hängebrücke hindurch bis in den See zieht.

Kühle Insel

in einem Wasserlauf am Wasserspielplatz
Auf der kleinen "Insel" im Flusslauf ist es ein bisschen kühler.

Marie und Mami laufen rasch hinter Simon her. Hier sollte er dann doch nicht unbeaufsichtigt umherklettern. "Herrlich", sagt Mami. Sie setzt sich auf eine kleine "Insel" im Flusslauf. "Hier ist es ein bisschen kühler." "Schau mal Mami. Gänseblümchen. Die möchte ich pflücken", ruft Marie. Sie watet durch das Wasser in die Wiese zurück, reißt ein Blümchen ab und dreht sich glücklich hüpfend im Kreis. Mami hat auch eine Idee. Sie holt eine Seifenblasendose und lässt die zarten Kugeln um Marie in der leichten Brise tanzen. Simon findet das fad. Er mag lieber in die Gatschzone. Als Marie auf die Toilette muss, sieht Mami die Duschen. "Schön, dass es die gibt", ist sie erleichtert. "Da kann ich Simon dann nachher ordentlich abbrausen." Da müssen alle laut lachen. Als würde das Simon so ohne Weiteres zulassen. Vielleicht lässt er es zu, wenn Mami ein Eis verspricht? Das und kleine Getränke kann man nämlich auch hier besorgen. Dafür wurde eigens ein mobiler Kiosk neben dem Servicewagen der Parkaufsicht aufgestellt.

Unterirdischer Wasserbehälter

Ein weiteres Highlight auf dem Wasserspielplatz Wasserturm sind, wenn auch eher für die Größeren, Schautafeln, die erklären, wie das Wasser von den Alpen direkt in die Millionenstadt kommt. "Der Weg des Wiener Hochquellwassers kann hier spielerisch nachvollzogen werden", erklärt Joachim Chen von den Wiener Stadtgärten. Ebenfalls spannend: Der Wasserspielplatz wurde auf einem unterirdischen Wasserbehälter gebaut.

Historie

Diese besonderen Spielplätze wie der Wasserspielplatz Wasserturm werden naturgemäß nur saisonal betrieben. Anfang Mai bis Ende September, täglich ab 9 Uhr, freitags erst ab 11 Uhr. Er befindet sich in der Favoritner Windtenstraße 3 zwischen Triester Straße und Raxstraße und ist öffentlich gut erreichbar. Entstanden ist er als Gemeinschaftsprojekt der Magistratsabteilung 31, Wiener Wasser, und der Magistratsabteilung 42, Wiener Stadtgärten. Auch auf Hygiene und Sicherheit wird hier Wert gelegt. Chen: "Die Anlage wird täglich nach Einbruch der Dunkelheit gesperrt, spätestens um 21 Uhr und freitags zwischen 9 und 11 Uhr gewartet."
Übrigens: Der erste Wasserspielplatz entstand 2005 auf der Donauinsel. Seitdem sind fünf weitere dazugekommen.

Noch mehr Freizeittipps …

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Im Museum HochQuellWasser zum Wiener Wasserweg

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